Ich fahre in den Urlaub und packe ein…

Ursprünglich wollte ich heute über meine Reise nach London bloggen. Letzte Woche war ich nämlich wegen Nebels auf der Insel viele Stunden am (wenig originellen) Luxemburger Airport hängengeblieben und habe dabei kuriose Dinge erlebt. Ich finde, Reisen besteht generell häufig aus langen Wartezeiten. Das Befördertwerden von A nach B kann überhaupt ganz schon nervig sein.

Aber Schwamm drüber: Denn morgen geht es in den Urlaub! Und bestimmt geht der Flieger nach Malle ganz pünktlich und macht keine Mucken! 😉 Zu Mallorca kann ich noch nicht viel sagen. Vielleicht gibt es dazu etwas hier auf Start Talking, wenn ich zurück bin. Heute möchte ich euch kurz erzählen, was ich am Strand lesen will.

Kindle oder Papier?

Im Vorfeld hab ich übrigens auf Facebook von vielen netten Leuten  Tipps in Sachen Kindle & Co bekommen, aber nun packe ich für den Urlaub doch wieder echte Bücher ein. Einige habe ich vorgestern auf den letzten Drücker in der völlig überfüllten Münchner City besorgt. Es stellte sich heraus, dass sowohl der Lentner am Marienplatz als auch der Hugendubel, wo ich eigentlich nicht hinwollte, bei den meisten Titeln gepasst haben: “Muss ich bestellen”.

Ein bisschen kann ich es schon verstehen, dass die Leute online Bücher bestellen. Da müssen sie nur ein paar Tage Vorlauf einrechnen und nicht selbst mehrfach in den Buchladen rennen. Jedenfalls wurde mir der Kindle dann schon wieder sympathischer, denn der Download geht natürlich asap, wann immer ich will.

Meine Leseliste:

036801_Illies_1913_RME_fin.indd“1913” von Florian Illies. Das Buch habe ich geschenkt bekommen, und nun mach ich mich mal dran. Ich bin eigentlich kein Sachbuch-Fan und Spiegelbestsellerlisten beeindrucken mich auch nicht sonderlich. Aber für Geschichte interessiere ich mich immer mehr (war in der Schule leider nicht so 😉 ), so dass ein Porträt des Jahres vor dem Beginn des ersten Weltkrieg interessant für mich sein könnte.

roman_eines_schicksallosen-9783871342295_xl  “Roman eines Schicksallosen” von Imre Kertesz. Der Literaturnobelpreisträger beschreibt das Dritte Reich und die Internierung im Lager Auschwitz aus Sicht eines 15jährigen, der sicher vieles von ihm selbst hat. Ich habe gestern schon angefangen, darin zu lesen und konnte gar nicht mehr aufhören. Kertesz hat übrigens nach dem Krieg unter anderem Sigmund Freud übersetzt und um den soll es ja auch in “1913” gehen.

“Mein Katalonien” von George Orwell. Dass Orwell im spanischen Bürgerkrieg lange auf Seiten der mein-katalonien-187x300Kommunisten gekämpft hat und dabei viele seiner Illusionen über das linke Lager und seine hehren Absichten verloren hat, ist weniger bekannt. Aber ohne seine Zeit in Katalonien hätte 1984 vermutlich nicht entstehen können. Ich bin sehr gespannt auf dieses Tagebuch!

Und dann hab ich noch einen Klassiker eingepackt, der heute vermutlich nicht mehr so viel gelesen wird, obwohl der Schriftsteller dafür auch den Literaturnobelpreis erhielt:Der Stille Don von Michail Scholochow. Allerdings nur den ersten Band – sonst brauch ich einen zweiten Koffer. 😉 Eigentlich gibt es hier auch wieder eine Verbindung zu Illies und auch zu Orwell, da es um den ersten Weltkrieg, die Oktoberrevolution und die Anstille_don_der_Ifänge der Sowjetunion geht.

Naja, und wenn ich unterwegs noch einen schönen Schmöker für die erholungsbedürftige Frau von heute finde, lass ich den natürlich nicht links liegen. Habt ihr einen Tipp für mich?

Also, ich bin dann erstmal im Urlaub, Tschüß!

 

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