Corporate Blogger: Motivationsstück in drei Akten

Corporate Blogger: Motivationsstück in drei Akten

Liebe Blogmanager! Stellt euch vor, euer Unternehmensblog wäre eine Bühne und eure Corporate Blogger die Schauspieler.

Am Theater ist es so: Ob eine neue Inszenierung zum Publikumserfolg wird, hängt entscheidend von der Qualität der Regieanweisungen in den Proben ab. Sind sie lieblos oder fehlen sogar, verstehen die Schauspieler ihre Rolle nicht. Und dann floppt die Premiere. Noch ungünstiger wäre es, wenn die Schauspieler gar nicht wüssten, wie sie eine Figur überhaupt spielen sollen oder sich nur unter Androhung von Gewalt auf die Bühne trauen. Trotz Lampenfieber schwer vorstellbar.

Beim Aufbau eines internen Blogger-Teams ist jedoch genau diese Hürde zu überwinden. Denn eure Kollegen sollen etwas tun, was sie früher gar nicht durften: Nämlich für das Unternehmen bzw. in dessen Namen kommunizieren.

Unfreiwillig im Rampenlicht

Vom Arbeiter im stillen Kämmerlein hin zum öffentlich sichtbaren Experten – das ist ein ganz schöner Rollenwechsel. Den müsste ihr professionell vorbereiten und begleiten, liebe Blogmanager. Gefühlt werden viele Corporate Blogger quasi über Nacht ins Rampenlicht der Online-Öffentlichkeit gezerrt – mit Namen, Jobtitel, Autorenfoto und sogar mit der Aussicht, einen Leserkommentar zu erhalten! Wie oft habe ich schon gehört: Das mache ich nur unter Pseudonym!

Sicher: Eine Handvoll Rampensäue gibt es in jedem Unternehmen. Zum Beispiel Kollegen, die bereits Erfahrungen mit dem Schreiben, vielleicht sogar mit einem eigenen Blog oder einer privaten Website gesammelt haben. Diese Leute für den großen Auftritt zu gewinnen, ist ein guter Anfang. Aber ein Blog ist kein Kammerspiel. Erfahrungsgemäß reicht euch eine kleine Besetzung nicht aus, um ein Firmenblog langfristig jede Woche mit drei Beiträgen plus zu betreiben.

Auch Blogmanager müssen umdenken

Mit welchen Argumenten könnt ihr also all die Kollegen motivieren, die nun einmal keine „Starallüren“ kennen und sich mit dem Thema Bloggen noch nie befasst haben? Da das Leben ein Geben und Nehmen ist, fragen sie erfahrungsgemäß: Warum soll ich da raus ins Rampenlicht gehen? What‘s in it for me?

Genau hier müsst ihr als „Regisseur“ ganze Überzeugungsarbeit leisten – und das am besten flankiert von der Chefetage.

Akt 1: Ihr sprecht zu einem Haufen angehender Firmenblogger. Die sitzen (mehr oder weniger freiwillig) in der ersten Textschulung, schauen skeptisch drein und wirken nicht gerade intrinsisch motiviert. Die Gretchenfrage: Was werdet ihr sagen? „Leute, wir brauchen dringend Content für das neue Firmenblog, also her damit!“

Schwupps, der Vorhang fällt, bevor der erste Akt überhaupt an Fahrt gewinnen konnte. Damit habt ihr euch in eine ganz hohle Gasse manöviert! Und spätestens an dieser Stelle wird klar, dass auch ihr als Blogverantwortliche einen großen Schalter in eurem eigenen Kopf umlegen müssen. Denn ihr managt und moderiert das Blog zwar, aber OHNE überzeugte Kollegen aus Vertrieb, HR, Service etc. wird es kein Publikumsliebling.

To blog or not to blog!

Ok, everybody needs a second chance! Wir ziehen für euch den imaginären Vorhang wieder hoch und proben Akt 1 einfach nochmal:

„Liebe Kollegen, wir brauchen eure Unterstützung! Das Erfolgsgeheimnis unseres Blogs ist das wertvolle Wissen, das in euren Köpfen steckt. Mit anderen Worten: Ihr habt die tragenden Rollen in unserem Stück. To blog or not to blog – that is here the question! Also bitte seid keine Dramaqueens!

So wird doch ein Schuh draus. Ein bisschen Streicheln und Schmeicheln schadet nie und wenn das Gesagte auch noch wahr ist: Umso besser. :)

Corporate Blogger: Euer Wissen ist gefragt

An dieser Stelle solltet ihr unbedingt nachlegen, liebe Blogchefs. Denn das Gefühl, gebraucht zu werden hält als Motivation für eine Bühnenshow über viele Spielzeiten nicht vor. In Akt 2 am besten auf einen Stuhl oder Tisch steigen, um die flammende Rede zu unterstreichen!

„Regelmäßiges Bloggen hilft euch dabei, eure Ziele zu erreichen: Mehr Bewerber, mehr Leads, weniger Aufwand im Service und vieles mehr! Wie das geht? Hebt den Schatz, den ihr in euren vielen Präsentationen, Fachartikeln oder Vorträgen verbuddelt habt. Teilt euer Wissen öffentlich mit unseren Blog-Lesern, damit jeder etwas davon hat! Euch ist vielleicht nicht (mehr) bewusst, wie wertvoll und (mit)teilenswert euer Know-how ist. Aber es wird da draußen gesucht! Ihr habt noch nicht geprobt? Keine Sorge: Ich helfe euch dabei, das Ganze richtig in Szene zu setzen!“

Vorhang auf, die Bühne gehört euch!

Nach dieser mitreißenden Ansprache dürfte Akt 3 für euch fast ein Heimspiel sein und sogar für zusätzliche Motivation bei den angehenden Bloggern sorgen.

„Bloggen ist überaus nützlich für eure Arbeit, weil ihr euer Wissen auf der großen Bühne namens Internet präsentiert und so mehr Kunden, Bewerber etc. überzeugt und gewinnt. Aber das Beste kommt zum Schluss: Ihr mausert euch als kundige Unternehmensblogger zu Stars in eurem Fach und heimst auf diese Weise Erfolg, Anerkennung – und vielleicht auch neue glanzvolle Rollen ein. Vorhang auf: Die Bühne gehört euch!

Und bevor ich es vergesse: Wer jetzt noch einen auf Diva macht, muss als Komparse arbeiten oder die Requisiten verwalten!“ 😉

Liebe Leser, welche berühmten 3 Theaterstücke verstecken sich in meinem Text? Schreibt mir einfach einen Kommentar dazu. Der erste mit der richtigen Antwort erhält als Belohnung mein Buch über Corporate Blogging.

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